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Geschichte · Community-Projekt

Vierzehn Perspektiven auf das Wallis: eine Geschichte von Leidenschaft, Begegnungen und Gemeinschaft

Es gibt tausend Arten, das Wallis zu sehen. Die einen entdecken es durch seine Berggipfel, andere durch seine Dörfer, Wälder, Tiere oder besonderen Lichtstimmungen. Für unseren Kalender 2027 haben wir uns entschieden, nicht unseren eigenen Blick in den Vordergrund zu stellen. Stattdessen wollten wir jenen eine Stimme geben, die sich jeden Tag die Zeit nehmen, dieses Stück Heimat zu fotografieren.

5 Min. Lesezeit2. November 2026

Oft beginnt alles mit einem Bild.

Mit einer Fotografie, die man zufällig auf Instagram entdeckt. Mit einer Landschaft, die einem bekannt vorkommt, ohne dass man genau weiss, wo sie liegt. Mit einem besonderen Licht, das uns für einen Moment beim Scrollen innehalten lässt.

So ist auch Valais.community gewachsen.

Im Laufe der Veröffentlichungen, des Austauschs und der Begegnungen hat sich eine Gemeinschaft rund um eine gemeinsame Leidenschaft gebildet: das Wallis. Menschen, die ihre Entdeckungen, Lieblingsorte und persönlichen Geschichten teilen und vor allem ihre ganz eigene Sicht auf unseren Kanton zeigen.

Unter ihnen sind viele Fotografinnen und Fotografen. Profis, Amateure und leidenschaftliche Hobbyfotografen, die mit ihrer Kamera durch die Berge streifen, vor Sonnenaufgang aufstehen oder einfach am Wegrand stehen bleiben, weil das Licht gerade besonders schön ist.

Und was wäre, wenn wir ihnen einen ganz besonderen Platz geben würden?

Statt Fotos auszuwählen, haben wir uns für Perspektiven entschieden

Für unseren Kalender 2027 wollten wir etwas anderes ausprobieren.

Keine Bilddatenbank. Keine Agentur. Keine Auswahl nach aktuellen Fototrends.

Wir haben 14 Mitglieder der Instagram-Community @valais.community eingeladen und ihnen freie Hand gelassen.

Die Aufgabe war einfach: Wählt ein Foto aus, das euer Wallis zeigt.

Nicht unbedingt die spektakulärste Landschaft oder den bekanntesten Gipfel. Sondern ein Bild, das euch persönlich etwas bedeutet, eine Geschichte erzählt oder einen Ort zeigt, mit dem ihr besonders verbunden seid.

Und genau hier hat das Projekt eine ganz eigene Dimension angenommen.

Denn hinter jeder Fotografie steht ein Mensch und eine Geschichte. Eine Wanderung, ein Moment des Wartens, eine Begegnung mit dem Licht, manchmal auch viele Stunden auf der Suche nach dem richtigen Blickwinkel. Dazu kommen unterschiedliche Perspektiven, Lebenswege und Erfahrungen.

Vierzehn Menschen. Vierzehn Arten, denselben Kanton zu betrachten.

Ein Wallis, tausend Gesichter

Beim Betrachten der zusammengetragenen Bilder haben wir den ganzen Kanton bereist, ohne unseren Bildschirm zu verlassen.

Die Cabane de Chanrion, tief im Val de Bagnes. Die Dents du Midi, die im Abendlicht leuchten. Der Lac de Taney, einmal ruhig und spiegelglatt, ein anderes Mal eingebettet in sattes Grün. Salanfe, noch von den Spuren des Winters geprägt. Die ersten Sonnenstrahlen am Lac de Fenêtre. Die blumengeschmückten Gassen von Grimentz. Die Weite des Aletschgletschers. Die goldenen Lärchen von Ferpècle. Das türkisfarbene Wasser des Lac Bleu. Und sogar ein Steinbock, das Sinnbild unserer alpinen Tierwelt.

Jedes Bild nimmt uns an einen anderen Ort mit.

Manche wecken die Lust, wieder einmal die Wanderschuhe zu schnüren. Andere erinnern uns an schöne Erlebnisse oder zeigen uns einen Ort, den wir vielleicht noch gar nicht kannten.

Vielleicht ist genau das der Reichtum des Wallis: ein Gebiet, das wir zu kennen glauben und das uns doch immer wieder überrascht, wenn wir uns die Zeit nehmen, es aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Hinter den Bildern stehen Menschen

Dieser Kalender ist auch eine Gelegenheit, jene Menschen sichtbar zu machen, die unsere Gemeinschaft lebendig machen.

Nyl Baczynskyj, François Besse, Michaël Métroz, Billy Delavy, Astrid Parchet, Fabrice Steinmann, Mathieu Morel, Dylan Bres, Nicolas Bonvin, Valéry Héritier, Lionel Jacquier, Jean-Sébastien Stegen, Fabrice Zuchuat und François Perraudin haben sich bereit erklärt, einen Teil ihrer persönlichen Welt mit uns zu teilen.

Einige haben die Fotografie zu ihrem Beruf gemacht. Andere betreiben sie aus purer Leidenschaft. Doch alle haben mit ihrer ganz persönlichen Perspektive zu diesem Projekt beigetragen.

Genau das möchten wir mit Valais.community fördern: nicht nur die schönsten Orte des Kantons zeigen, sondern auch den Menschen eine Plattform geben, die sie entdecken, fotografieren, erzählen und mit Leben füllen.

Gemeinschaft konkret erlebbar machen

Wir hätten uns darauf beschränken können, diese Fotografien auf Instagram zu veröffentlichen. Doch wir wollten ihnen ein anderes Leben schenken.

Wir wollten sie in einem Objekt vereinen, das man in den Händen halten, durchblättern, zu Hause aufhängen oder verschenken kann. Etwas Bleibendes, das über einen einzelnen Beitrag und ein paar Sekunden Aufmerksamkeit auf einem Bildschirm hinausgeht.

Um diesen lokalen Gedanken weiterzuführen, haben wir die Produktion der Druckerei Publi'Bagnes in Verbier anvertraut. Der Kalender wurde auf leicht satiniertem, weissem Papier mit einer Grammatur von 300 g/m² gedruckt. Besonderes Augenmerk galt dabei der hochwertigen Wiedergabe der Fotografien.

Eine Kreation aus der Gemeinschaft, gedruckt im Wallis.

Dieses Projekt hat aber noch eine weitere Bedeutung.

Mit den Verkaufserlösen finanzieren wir einen Teil der ersten Betriebskosten von Valais.community und schaffen die Grundlage für eine unabhängige Plattform. Jede Bestellung ist somit auch eine Möglichkeit, dieses junge Projekt zu unterstützen und seine Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Was wäre, wenn das Wallis zuerst von den Menschen erzählt würde, die hier leben?

Dieser Kalender ist ein erster Schritt. Eine konkrete Möglichkeit, der Gemeinschaft eine Bühne zu geben und zu zeigen, was entstehen kann, wenn Menschen dieselbe Leidenschaft teilen.

Valais.community soll nach und nach viel mehr werden als eine Plattform für Entdeckungen. Ein Ort, an dem Initiativen entstehen, Talente zusammenfinden, Geschichten erzählt werden und jeder dazu beitragen kann, unseren Kanton sichtbar zu machen.

Diese 14 Fotografinnen und Fotografen erinnern uns an etwas ganz Einfaches: Das Wallis gehört nicht nur jenen, die es besuchen oder beruflich fotografieren. Es gehört auch all jenen, die hier leben, es entdecken und auf ihre eigene Art mit anderen teilen.

Und vielleicht ist genau das die schönste Perspektive, die wir für den Beginn dieses gemeinsamen Abenteuers zusammenbringen konnten.

Ein herzliches Dankeschön an die 14 Fotografinnen und Fotografen, die sich bereit erklärt haben, ein Stück ihres Wallis mit uns zu teilen. Und natürlich an die ganze Gemeinschaft, die dieses Projekt Bild für Bild und Geschichte für Geschichte lebendig macht.

Das Wallis – gesehen von denen, die hier leben.

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